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Peter and the Test Tube Babies – Fuctifano

  • von
Fuctifano Front

Im März 2020 erschien das neuste Werk der britischen Punkrocker Peter and the Test Tube BabiesFuctifano*. Die Band ist seit nunmehr über 40 Jahren aktiv und zählt somit zu den Urgesteinen des Punks.

Es ist nach dem großartigen That Shallot* das zweite Studioalbum, das beim Label Arising Empire, in der Nähe von Stuttgart, erschienen ist.

Trackliste

Fuctifano Back
A-Seite
NrTitelDauer
A1Liver´s lament0:25
A2Facebook loser2:10
A3Hell to pay1:56
A4Cydrated2:44
A5Saturday Dad2:58
A6Gravy train2:01
A7Ain´t missing her yet2:51
B-Seite
NrTitelDauer
B1Wanker3:10
B2Small victories2:32
B3Punched awake2:10
B4Tales of the bleedin´ obvious2:48
B5Screwed down2:16
B6Queen of fucking everything3:18
B7Liver´s lament (reprise)1:21
Gesamtdauer:32:40

Put the needle on the record…

Fuctifano Vinyl

Peter and the Test Tube Babies habe ich schon länger auf dem Schirm und durfte sie auch schon live erleben, was ich tatsächlich jedem nur empfehlen kann, da es immer eine geile Show ist. Somit musste also auch Fuctifano vorbestellt werden. Die Wartezeit kam mir wie eine Ewigkeit vor, verkürzt wurde diese durch den sehr geilen Vorgänger That shallot, der in der Zwischenzeit als Ersatz her halten musste. Im März kam dann aber das lang ersehnte Platten-Paket an. Gleich aufgerissen dat Dingen und abgespielt, war es wie eine Fortführung von That shallot.

Die Platte startet mit einem kurzen Klavier-Intro um dann sofort volle Fahrt voraus in den Facebook Loser zu brettern. Der Opener zeigt gleich mal nen dicken Mittelfinger an die Socialmedia-Poser. Hell to pay lässt man ziemlich schnell hinter sich und gelangt so zu den sehr geilen Cydrated und Saturday Dad, die, wie das spätere Screwed down mit feinen Ska-Einflüssen glänzen. Das gefällt!

Mit dem ironisch angehauchten Ain´t missing her yet hält dann sogar ein bisschen Saloon-Atmosphäre Einzug. Bei den Klavierklängen fühlt man sich fast in einen 30er Jahre Western versetzt und man hat die langbeinige Blondine auf dem Klavier sitzend fast vor Augen. Eine nette Stil Abwechslung der Platte. Beim Track Wanker übernimmt Lynn Stenning den Gesang und auch dieser weibliche Part gibt dem Album zusätzliche Akzente. Leider kann ich nichts zu ihr sagen, habe nie etwas von ihr gehört. Kann mir jemand auf die Sprünge helfen? Richtig gelungen finde ich aber den Track Tales of the bleedin´ obvious, welcher für mich auf jeden Fall ein dickes Highlight der Platte ist. Liver´s lament nimmt als Outro das Klavier-Intro wieder auf, verfeinert es aber mit einer ruhigen Art Sprechgesang von Test-Tube-Sänger Peter Bywaters.

Was auf die Ohren

Leider gibt es (noch) keine Musikvideos zu Fuctifano. Aber meine beiden persönlichen Empfehlungen möchte ich euch dennoch nicht vorenthalten. Zum einen ist das Cydrated, zum anderen das schon als Highlight erwähnte Tales of the bleedin´ obvious.

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Zugabe – Zugabe – Zugabe

Fuctifano Booklet
Fuctifano Booklet

Die Zugaben halten sich leider in Grenzen. Hier ist nur der übliche Standard vorhanden. Ich habe leider nur die 150 Gramm leichte schwarze Version ergattert. Es gibt noch ein nummeriertes, auf 100 Stück limitiertes Pink/Black Marbled Vinyl, exklusiv von Coretex Records. Mal gucken, ob ich das noch irgendwo auftreiben kann. Ansonsten ist nur ein beidseitig bedrucktes Textblatt in LP Größe vorhanden. Positiv: Die Platte befindet sich in einer schwarzen gefütterten Innenhülle – Daumen hoch.

Leider lag die Platte beim Versand recht lose im Cover, so dass sie an der Unterseite leicht durchs Cover geschlagen ist. Nicht schön, aber nur ein kleiner optischer Mangel. Ansonsten liegt sie plan auf und läuft rund. Ein Waschgang war trotz der gefütterten Hülle notwendig. Danach gibt es aber keinerlei Störgeräusche mehr.


DAS LETZTE

Peter and the Test Tube Babies schließen mit Fuctifano* nahtlos am Vorgänger That Shallot* an. Von Anfang an geht die Platte mit den typischen Test-Tube-Sounds und der Stimme von Peter Bywaters gnadenlos nach vorne. Die Band hat selbst nach 40 Jahren noch soviel Feuer im Arsch, wie manch andere Band nach einem Jahr nicht mehr. Die Scheibe macht einfach Spaß, bietet mit dem ein oder anderen Song auch etwas Abwechslung und wird wohl auch deshalb nicht langweilig.

Produziert ist das Ganze wirklich gut. Zwar hätte ich mir noch meine geliebten 180 Gramm (oder mehr) gewünscht, aber das ist wohl jammern auf hohem Niveau. Ein Downloadcode wäre vielleicht auch nicht schlecht gewesen, für´s Auto oder so. Immerhin ist eine gefütterte Innenhülle vorhanden. Mal gucken, ob ich noch irgendwo die nummerierte limited Edition auftreiben kann. Somit ist diese Platte absolut eine Kaufempfehlung.


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