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Pleil – Die Spur des Kalenders (CD)

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Front die spur des kalenders

Die Spur des Kalenders* ist der Name des Debütalbums von Pleil. Erschienen ist die Scheibe 2020 zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt – direkt zu Beginn der Corona-Pandemie.

Das ganze ist bei dem Label Timezone Records aus Osnabrück erschienen.

Trackliste

TrackTitelLänge
1High Energy1:41
2Bleibt alles anders2:28
3Menschenzoo2:49
4Die Spur des Kalenders1:49
5Im Parcours3:09
6Offener Kanal2:32
7Melanchronik2:32
8Gleich nach Erhalt1:45
9Unter Schafen2:33
10Nein-Maschine2:31
11Kleiner Mann2:33
12Das letzte Lied2:41
Gesamtdauer:29:03
back die spur des kalenders

Volle Energie auf den Laser

CD die Spur des Kalenders

Marco Pleil hat schon einige Erfahrung im Musik-Business sammeln können, war er doch Frontmann der Punkband Strange und gründete `99 Cloudberry. Mit beiden Bands hat er bereits mehrere Alben veröffentlicht und unzählige Konzerte gespielt. Nun hat er mit Die Spur des Kalenders eine Solo-Platte raus gehauen, die „soloiger“ wohl nicht hätte sein können.

Den Beginn macht High Energy, wobei hier nicht unbedingt der Name auch Programm ist. Die Songs sind eher minimalistisch gehalten – neben Stromgitarre und seiner Stimme gibt es höchstens noch ein paar gekonnt gesetzte Effekte zu hören. Eben ein „echtes“ Solo-Album. Das Album ist zu Beginn der Covid-Pandemie erschienen, beim Songwriting war Corona für die meisten also noch nur eine mexikanische Biermarke. Da kriegt der Track Bleibt alles anders jetzt, gut ein Jahr später, wahrscheinlich eine Bedeutung, die so nicht geplant war: ‚Auch dieses Jahr bleibt alles anders…‘ Guter Song, passt wie sonstwas, irgendwie aber auch ein stück weit strange.

Allgemein lassen die Texte einen feinen Raum für eigene Interpretationen, da beim Texten wohl auch gerne mal um die Ecke gedacht wurde, was mir wirklich gut gefällt. So manch ein Song hört sich dadurch an, als würden Tocotronic ein Wohnzimmerkonzert geben. Mein persönlicher Favorit ist Nein-Maschine, wobei es mir schwer fällt ein einzelnes Lied raus zu suchen, denn auch Menschenzoo, Melanchronik und Im Parcours sind wirklich starke Songs, wie ich finde.

Was auf die Ohren

Ein richtiges Musikvideo scheint es nicht zu geben, allerdings ist Pleil live sehr umtriebig, deshalb habe ich hier mal drei Live-Videos verlinkt. Besser als auf ein CD-Cover zu starren. Nein-Maschine, Menschenzoo und Melanchronik, viel Spaß…

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Zugabe – Zugabe – Zugabe

Die CD kommt im Digipack, was mir sehr gut gefällt. Warum auch immer, dies ist meine bevorzugte CD-Hülle. Allerdings gibt es außer dem Silberling nichts weiter auszupacken. Mir fehlt daher leider das Textheftchen. Ich habe zur Akustik immer auch gerne eine visuelle (schriftliche) Begleitung.


DAS LETZTE

Mit Die Spur des Kalenders* hat Marco Pleil sein erstes Solo-Album raus gebracht. Sein Gesang wird lediglich (von ein paar eingestreuten Effekten mal abgesehen) von seiner E-Gitarre begleitet – „rau, direkt und unverfälscht“. Dadurch geht meiner Meinung nach zwar ein wenig die Abwechslung flöten, was dem Hörerlebnis in diesem Falle aber keinerlei Abbruch tut. Vielleicht nicht unbedingt wahnsinnig gut tanzbar (das kann ich aber auch eh nicht), kann ich mir seine Songs aber durchaus sehr gut auch Live vorstellen: Open Air – große Wiese – Bier – Pleil….. – definitiv ein Eintrag auf meiner ToDo-Liste.

Vor dem Kauf der CD habe ich im weltweiten Netz ein wenig in seine Tracks rein gehört und war spontan begeistert. So ist nicht nur das mittlerweile ein Jahr alte Album in meinem Warenkorb gelandet, sondern auch gleich seine neuste Single auf 7″ Vinyl*. Diese enthält zwei brandneue Tracks. Auf der A-Seite gibt es Liebe Grüße!, die B-Seite ziert der Track Jazz ist keine Option, der sogar noch zarte Anflüge weiterer Instrumente bietet. Dennoch bleibt Pleil sich auch hierbei treu. Die Single macht definitiv mega Bock auf mehr – hoffentlich in Form einer 12″ Vinyl. Ich bin gespannt…


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